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Öffnungszeiten

Di 14 bis 18 Uhr
Mi 14 bis 18 Uhr
Do 14 bis 21 Uhr
Fr 14 bis 18 Uhr
Sa – So 12 bis 18 Uhr

Verein Shedhalle

Rote Fabrik
Seestrasse 395
CH-8038 Zürich

Tel + 41 44 4815950
Fax +41 44 4815951

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Shedhalle-Archiv

Das Shedhalle-Archiv ist eine öffentlich zugänglich Sammlung von repräsentativen Materialien zu und von vergangenen Ausstellungen der Shedhalle. Hierzu gehören neben Büchern, Katalogen, Fanzines, Platten, CDs und zahlreichen Videos auch Sammlungen von Flugblättern oder Ordner mit kompilierten Texten. Bei den Videos handelt es sich grösstenteils um Videos von KünstlerInnen- und Mediengruppen.

Die Bibliothek der Shedhalle ist während der Ausstellungszeiten geöffnet und steht ab sofort Interessierten als Recherche-, Arbeits- und Veranstaltungsort offen. Für längere Recherchen bitten wir um Anmeldung. Die Publikationen, Ordner, Videos, etc. können nicht ausgeliehen werden.

Themenbereiche des Archivs

Geschichte des Shedhalle-Archiv

Ursprünglich Doku-Stelle genannt, wollte das Shedhalle-Team im Jahre 1996 eine Bühne für Recherche, Literatur, Zeitschriften, Video und Musik schaffen, die parallel zum Ausstellungsprogramm von der Öffentlichkeit benützt werden konnte. Eine treppenartige Struktur war gleichzeitig als Sitzfläche für Veranstaltungen und als Reservoir für das Material gedacht. Eine bequeme Situation sollte einladen, Musik zu hören, Videos zu schauen oder Texte zu lesen. Dieses Bühnenelement war der Auftakt des heutigen Archivs.

Mit der Zeit entstand das Bedürfnis, das Material gezielter zu sammeln und einzuordnen. Schon die Terminologien für das Wandelement — Doku-Stelle / Bibliothek / Archiv / Schriftentausch — zeigten, dass eine Präzisierung nötig geworden war. Oft wurde auch die Vielfalt an Farben und Formen als für die Ausstellungsexponate optisch störend empfunden und die fixe Aufstellung, welche die Gestaltungsmöglichkeiten des Raums einengte, bemängelt. Das Projekt never look back (2001) beabsichtigte, anhand von verschiedenen Fragestellungen eine aktuelle Standortbestimmung kritischer kultureller Praxis vorzunehmen. Für die Ausstellung wurde das Archiv neu aufgearbeitet. Das gesamte Material wurde von Susanna Perin und Alice Cantaluppi sortiert und in Rubriken gefasst, denen eine Farbe zugeteilt wurde, um Informationen, Publikationen und Videos rund um die in den 90er Jahren in der Shedhalle produzierten Projekte zu erschliessen. Der Bestand wurde durch eine Informationssammlung zum Thema Kreis 5 ergänzt, da die Entwicklung des Stadtteils 5 in den 90er Jahren für die Entwicklung des kulturellen Klimas in Zürich exemplarisch war. Zusätzlich wurden Informationen über aktuell laufende Projekte und Aktivitäten der Schweizerischen unabhängigen Szene hinzugefügt, um u. a. über die Bedeutung von «independent» und «kollektiv» nachzudenken. Angedacht war eine digitale Erfassung des Archivs.

Während der darauf folgenden Jahre wurde das ganze Archiv oft umplatziert und je nach Thema wurden Teile in die Ausstellungsgestaltung integriert. 2004 wurde Dan Wilkinson eingeladen, Ideen für ein neues Archiv zu entwickeln. Er baute eine Archiv-Landschaft mit Lounge und Sichtungsstation. Das komplette Archivmaterial musste nun neu sortiert werden. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit Videos, welche sich in diversen Schränken angehäuft hatten, auch zu erfassen und einzusortieren. Anfangs 2005 nahm Marina Klinker die Aufgabe, ein neues System für das Archiv aufzubauen, in die Hand. Sie übernahm das Navigationssystem von «never look back» nach Farben und Themenbereichen weitgehend und gab sämtliche Videoarbeiten und einen Teil der Schriften in ein eigens von ihr für die Shedhalle kreiertes Erfassungssystem ein, damit der Bestand mittels der Suchmaschine vor Ort abgerufen werden kann. Seit einiger Zeit arbeitet Maria Mosayebi an der Digitalisierung des Archivbestandes in eine Datenbank. 2010 wurde eine neue Erweiterung des Archivmöbels notwendig, gestaltet und gebaut von Karen Geyer und Markus Bösch. Ein klares, übersichtliches Möbel ordnet die Materialien weiterhin nach Sachthemen, Ausstellungen und Medien. Am Eingang der Shedhalle platziert offeriert das Archiv die Möglichkeit zur Recherche und Sichtung der Materialien.

Dezember 2012 wurde die neu gestaltete Bibliothek der Shedhalle eröffnet. Sie beinhaltet Publikationen, Materialien zu Ausstellungsprojekten sowie Objekte aus den letzten 26 Jahren. Die Materialien werden von der Archivgruppe bestehend aus Maria Mosayebi, Inge Moser, Simone Schardt und Andrea Thal laufend für die öffentliche Nutzung aufbereitet und ergänzt.