Julieta Aranda «There is a heppy lend - fur, fur awa-a-ay»

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Julieta Aranda: There is a heppy land - fur, fur awa-a-ay

Julieta Aranda (MEX/US): There is a heppy land - fur, fur awa-a-ay, 2011 (photo: Chris Bierl) 

 

There is a heppy lend – fur, fur awa-a-ay

Installation, 2010

Die Installation der Künstlerin Julieta Aranda arbeitet mit Erleuchtung und Verdunklung, mit grossen Träumen und verletzlichen Realitäten, mit Licht und Schatten. Die Rauminstallation wird mit einer einzigen Glühbirne, die an einem langen gewundenen Kabel am Boden liegt, beleuchtet. Ebenfalls am Boden steht eine Gruppe von Miniatur-Modellen aus Pappe. Man erkennt Antennen und Telemasten, den Fernsehturm Uetliberg, seinen Aussichtsturm.  Konstruktionen aus schwerem Stahl und Beton, die oft an die 200 Meter Höhe reichen, werden hier zu kleinen, zerbrechlichen Objekten. Nach einigen Minuten erlischt das Licht. Dunkelheit. Aber an der Wand gegenüber zeichnen sich grosse dunkle Schatten des Antennenwaldes ab, leuchten mit schwacher Kraft.

Der simulierte Stromausfall wiederholt sich alle paar Minuten. Ohne Elektrizität keine Kommunikation, wie wir sie heute gewöhnt sind, keine Unterhaltungsmedien, kein Fernsehen, kein iPhone, kein iPad, keine Email. Mit unseren modernen High-Tech-Geräten haben wir uns grosse Flexibilität erarbeitet, Mobilität und Zeitersparnis. Aber wie oft müssen wir den Stecker in eine Steckdose klemmen, um das Gerät wieder aufzuladen? Wie abhängig sind wir von einer kleinen Steckdose geworden? Und wie abhängig von unseren technischen Geräten, um Teil der sozialen Gesellschaft zu sein? Julieta Arandas Spiel mit der ‚Auslöschung’ verdeutlicht diesen Pakt mit der Technologie. Aber es ist noch ein Aspekt, den diese Arbeit berühren möchte, den Allglauben, den wir verloren haben, den Glauben, dass High-Tech alle unsere Probleme im Stande ist zu lösen. Dieser manifeste Glauben wird bei Aranda zu einem flüchtigen Schatten. „There is a heppy land – fur, fur awa-a-ay“ - ein mit Fehlern durchsetzter Slogan der Zuversicht, das alles noch besser wird, dass wir mit Fortschritt und Glauben die Welt retten können. Die Brüche dieser Zuversicht sind sichtbar geworden und verlangen Korrektive. 

link: / julieta-aranda

flüchtigen Schatten der Gewissheit